Konzertsaal

Diplom / WS 2012

Boris Lechelt

Das Diplomthema, ein Konzertsaal hoher Güte für sinfonische Musik, wurde selbst gestellt. Die Geometrie des Saals ist akustisch so konzipiert, dass keine weiteren Hilfsmittel wie Deckensegel notwendig sind. Die grobe Saalgröße ergibt sich aus der ‣Volumenkennzahl und der ‣Nachhallzeit. Die Strukturierung des Saals baut auf Elementen verschiedener ‣Konzertsaaltypen auf. Die raumakustische Optimierung erfolgte mithilfe der Simulationssoftware ‣EASE.

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Der Saal hat ein Volumen von 17.344 m³ und bietet Platz für 1.689 Zuschauer und 100 Musiker. Die ‣Volumenkennzahl K beträgt 9,7 m³/Person. Die ‣Nachhallzeit T liegt im Mittel bei 1,8 Sekunden. Das ‣Klarheitsmaß C liegt im Mittel bei 2,4 dB. Die Werte von K, T und C liegen dabei in den optimalen Bereichen.
Die Zuschauer betreten den Saal durch mehrere Schleusen um die akustische Abkopplung vom Konzerthaus zu wahren. Die Musiker betreten von hinten die gestaffelte Bühne.

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Grundriß Ebene 1

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Grundriß Ebene 2

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Grundriß Empore

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Schnitt vertikal

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Schnitt horizontal

Die Betonböden und -wände sind komplett mit Holz verkleidet. Die Decke besteht aus dreieckigen Elementen, die mit Stahlseilen von Fachwerkträgern abgehängt sind. Der Raum dazwischen ist mit Absorbern ausgestattet, um nicht vom Schall angeregt zu werden. An die Wände sind dreieckige Holzelemente angebracht, die den Schall breitbandig streuen. Dadurch wird der Schall diffus im Raum verteilt und ein gleichmäßiges Hörerlebnis auf allen Plätzen geschaffen.

Zur Präsentation des Diplomentwurfs diente unter anderem ein Video in dem die unterschiedlichen Hörerlebnisse von sechs Zuschauerpositionen auralisiert wurden.

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Getragen durch ein Stahltragwerk ist der Saal statisch selbständig und kann somit abgekoppelt in ein Konzerthaus integriert werden.
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Skizzen des Grundrisses, Schnitts und der Wandstruktur

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Die konzeptionelle Planung der Nebenräume zeigt eine Möglichkeit ihrer Anordnung.
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‣AFMG Ahnert Feistel Media Group programmiert die Simulationssoftware ‣EASE. Den Umgang mit EASE eignete ich mir während eines 6-monatigen Praktikums im Ingenieurbüro ‣ADA Acoustics & Media Consultants an.

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EASE Modell

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An die Wände sind dreieckige Holzelemente angebracht, die den Schall breitbandig streuen. Dadurch wird der Schall diffus im Raum verteilt und ein gleichmäßiges Hörerlebnis auf allen Plätzen geschaffen.

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Reflexionen, links bei glatten Wänden und rechts mit streuender Wandstruktur

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Strahlenverfolgung zu verschiedenen Zuhörerplätzen

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Strahlenverfolgung früher Reflexionen an der Bühne inkl. Zeitangaben

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Strahlenverfolgung einzelner Zuhörerplätze

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Nachhallzeit und ihre Verteilung

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Klarheitsmaß und seine Verteilung

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Eine elektroakustische Beschallung des Saals ist ebenfalls möglich. Hierbei ist es notwendig die Nachhallzeit zu verkürzen. Durch die Absenkung der Decke kann das Raumvolumen auf 8.390 m³ verringert werden. Mit 1.494 Zuschauern und 10 Musikern bzw. Schauspielern beträgt das Volumen pro Person 5,5 m³.

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Sechs Lautsprecher (‣Renkus-Heinz CFX 121) beschallen von der Bühne das Publikum. Zusätzlich wird der Schall in den hinteren Reihen von weiteren sechs Deckenlautsprechern (‣JBL Control 322C) verstärkt.
Die verschiedenen Grafiken zeigen in dieser Reihenfolge die ‣Nachhallzeit, die zeitliche Ausbreitung des Schalls (‣Arrival Time), den Sprachverständlichkeitswert (‣STI) und die Verteilung des Gesamtschalls (Total SPL). Die Nachhallzeit beträgt 1,4 Sekunden, der STI liegt im Mittel bei 0,57.

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