Wiener Musikvereinssaal

Der 1870 erbaute Wiener Musikvereinssaal ist der berühmteste Rechteckraum. Er misst ein Volumen von 15.000 m³ und bietet 1.680 Personen Platz. Dies entspricht einer Volumenkennzahl von 8,9 m³ pro Person und resultiert in einer Nachhallzeit von 2,0 Sekunden. Durch seine „Schukartonform“ wird der Zuhörer von den seitlichen Reflexionen umhüllt. Breitbandig wirkende Strukturen wie Galerien, Balkone, Brüstungen, Figuren und Reliefs sorgen für die notwendige Diffusität.

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Philharmonie Berlin

Im 1963 eröffnetem Großen Saal der Philharmonie in Berlin wurde das „Weinbergprinzip“ zum ersten Mal angewandt. Das Volumen das Saals beträgt 12.500 m³ und und fasst 1.170 Personen. Die Volumenkennzahl beträgt 11 m³ pro Person, die resultierende Nachhallzeit liegt bei 2,0 Sekunden. Höhensprünge zwischen den Publikumsblöcken ermöglichen die Nutzung von Trennwandflächen im Zuhörerbereich zur Ausbildung von Anfangsreflexionen und seitlichen Reflexionen. Somit können selbst bei sehr breiten Sälen die fehlenden Seitenwandreflexionen im mittleren Saalbereich kompensiert werden.

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Haus des Lehrers

Die 1964 eröffnete Kongresshalle des Haus des Lehrers ist ein Raum mit kreisförmigem Grundriss und aufgesetzter Kuppel. Bei einem Volumen von 8.000 m³ und 1.000 Plätzen ergibt sich eine Volumenkennzahl von 8 m³ pro Person. Die Nachhallzeit beträgt 1,7 Sekunden. Durch seine kreisförmige Primärstruktur sind umfangreiche raumakustische Maßnahmen an der Sekundärstruktur nötig. Um Fokussierungen in der Saalmitte zu vermeiden wurden die Wände zum Publikum hin geneigt wobei das Publikum als Diffusor wirkt. Um das Auftreten des „Flüstergalerieeffektes“ zu vermeiden, wurden schottenartig eingesetzte senkrechte Flächen angebracht. Im umlaufenden Kuppelansatz sind diffus reflektierende Elemente befestigt. Um der fokussierenden Wirkung der Kuppel entgegenzuwirken und den Schall zum Publikum zu lenken, wurden entsprechend geneigte Elemente unter der Kuppel abgehängt.

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